Abgeordneter Alexander Muthmann

800qm Regelung zur Ladenöffnung - Willkürlich und schädlich für den ländlichen Raum

Die heute angekündigte Entscheidung der bayerischen Staatsregierung, wonach am 27. April 2020 Geschäfte mit einer Obergrenze von 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen, ist willkürlich und schädlich für den ländlichen Raum. Um während der Corona-Krise Massenansammlungen und ein damit verbundenes höheres Infektionsrisiko zu vermeiden, werden Ballungszentren und ländliche Regionen unnötigerweise über einen Kamm geschert. Anders als in Großstädten mit Einkaufszentren und Ladenstraßen in den Fußgängerzonen kommt es in kleineren Kommunen wegen der fehlenden Dichte an Geschäften nicht zu Massenaufläufen und den damit verbundenen Gefahren. Deshalb dränge ich darauf, das landesweit einheitliche Konzept zu korrigieren und regionale Standortkriterien zu berücksichtigen. Aus Gesprächen mit Unternehmern in der Region weiß ich, dass sie händeringend nach Lösungen suchen. Sie denken zum Beispiel darüber nach, einen 1 500 Quadratmeter großen Laden in zwei Läden mit jeweils 750 Quadratmetern zu teilen.. Dieses Beispiel macht die Willkür der 800-Quadratmeter-Regel deutlich, denn in einem großen Laden sind die Hygienevorschriften für Mitarbeiter und Kunden genauso gut zu gewährleisten wie in zwei kleinen Geschäften.