Abgeordneter Alexander Muthmann

MdL Muthmann: „Bognerhof ist Beispiel für innovative Landwirtschaft“

FDP-Politiker will für naturnahe Bewirtschaftung werben – Sein Appell an die Verbraucher: Gesunde Lebensmittel sind höheren Preis wert
Christina Windmaißer und ihr Vater Karl Putz (rechts) beim Rundgang über den Bognerhof mit dem Landtagsabgeordneten Alexander Muthmann (links

Perlesreut im Landkreis Freyung-Grafenau. Nachhaltige Landwirtschaft lohnt sich – für die Bauern und für die Verbraucher, die von gesunden und regional produzierten Lebensmitteln profitieren! Davon konnte sich der FDP-Landtagsabgeordnete Alexander Muthmann aus Freyung bei einem Besuch auf dem Bognerhof in Hötzerreut überzeugen. Karl Putz und seine Tochter Christina Windmaißer, die zusammen mit ihrem Mann Tobias in den elterlichen Hof eingestiegen ist, schilderten dem Politiker, wie sich das Wirtschaften seit 2016 verändert hat. Damals fiel die Entscheidung, auf ökologischen Landbau umzustellen. „Ich habe große Sympathie für diese innovativen Ansätze, die der regionalen Wertschöpfung dienen und werbe dafür, dass gesund erzeugte Nahrungsmittel auch einen entsprechenden Preis bekommen“, sagte Muthmann am Ende des Rundgangs: „Das ist gut angelegtes Geld!“

Christina Windmaißer, Diplom-Biologin von Beruf, ist überzeugt, mit der naturnahen Bewirtschaftung auf dem richtigen Weg zu sein. Die Diplom-Biologin hat in Passau  eigens noch eine Ausbildung innerhalb des „Bildungsprogramms Landwirtschaft (BILA)“ absolviert und als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Zusätzliche Informationen speziell über den ökologischen Landbau holte sie sich in Kursen am Staatsgut in Kringell. Zugute kam ihr außerdem, dass ihr Vater Karl Putz nie besonders intensiv gewirtschaftet hatte. „Unseren Kühen haben wir immer schon Heu und Gras gefüttert“, berichtete Christina Windmaißer.

20 Kühe produzieren die Milch, die von der Goldsteig-Molkerei abgeholt und seit 1. Mai 2018 auch an einer eigens eingerichteten Tankstelle am Bognerhof gezapft werden kann. „Dort kaufen, wo produziert wird“ lautet das Motto der Landwirtsfamilie, deren Hofladen mit Produkten nur aus der eigenen Landwirtschaft von 6 Uhr früh bis 21 Uhr abends geöffnet ist – ohne Personal. Die Kunden bedienen sich selbst. Christina Windmaißer geht davon aus, dass die Käuferinnen und Käufer aus einem Umkreis von zehn Kilometern kommen. Manche fahren auch auf dem Weg zur Arbeit vorbei, andere  kommen am Wochenende, hat sie beobachtet. Mit dieser Form der Vermarktung ist die 35-jährige Landwirtin zufrieden.

Damit die Milchkühe mehr Bewegungsfreiheit haben, wurde der frühere Anbindestall zu einem Laufstall mit Auslauf umgebaut. Auf der Weide grast eine Mutterkuh-Herde „Rotes Höhenvieh“ - eine alte robuste Rinderrasse, die fast ausgestorben war. Auf dem Bognerhof gibt es außerdem Waldschafe, Hühner und Bienen; auch Gemüse und Obst werden angebaut. Alexander Muthmann war beeindruckt, mit welchem Engagement die junge Landwirtin den Bognerhof in die Zukunft führt , auf dem drei Generationen unter einem Dach leben.  „Ich habe mich gemeinsam mit meinem Mann entschieden, den Hof weiterzuführen und Landwirtschaft mit Rücksicht auf die Natur zu betreiben, ihr Wertschätzung entgegenzubringen“, beschreibt die junge Landwirtin ihre Motivation. Das Logo des Betriebs lautet deshalb auch: „Bognerhof… mehr Natur!“

Alexander Muthmann wertet den Bognerhof als Beispiel für zukunftsorientierte Landwirtschaft. Der FDP-Politiker will dazu beitragen, dass der Anteil der Biobauern in Bayern steigt. Ende 2017 lag der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche bei 9,2 Prozent; Mitte 2020 waren es 11,9 Prozent. „Da ist noch viel Luft nach oben. Und Betriebe wie der Bognerhof können durchaus ein Vorbild für Landwirte sein, die neue Wege suchen“, sagt Muthmann. An die Verbraucher appelliert er, mehr Geld für gesunde Lebensmittel auszugeben.